Ein „Pfennig-Defekt“ stoppt das SG-Sport Duo auf der achten Wertungsprüfung nach vorhergehenden Elektronikproblemen endgültig.
Von der Technik „ausgebremst“ wurde Rallye-Pilot Robert Pritzl (MSC Hohenwarth) zusammen mit seiner Beifahrerin Christina Kohl (AMC Regen) bei der AvD Sachsen-Rallye rund um Zwickau. Dabei war man mit großen Erwartungen zum dritten Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) 2010 am letzten Wochenende angereist. Denn der Gogeißl Subaru Impreza WRX STI N15 verfügte nun endlich über das langersehnte 6-Gang Renngetriebe und hatte sich damit bei ausgedehnten Probefahrten in Bestform präsentiert.
Doch in Sachsen hatte man plötzlich Elektronik-Gremlins an Bord. Bereits auf der ersten Freitags-Bestzeitprüfung (WP) sackte die Motorleistung mehrmals in den Keller ab. Dennoch schafften Robert und Christina die dreizehnte Zeit in der Gesamtwertung, ließen dabei sogar Anton Werner und Maik Stölzel in ihren über 400 PS starken Porsche 911 GT3 hinter sich. Auf den nächsten beiden WP’s verstärkten sich die Probleme noch. Fieberhafte Fehlersuche im Service nach der ersten Schleife. Doch effektive 15 Minuten Zeit reichten nicht, die Probleme zu lokalisieren. Ein schneller Re-Set aller Systeme, und hinaus auf die nächste Runde mit 3 WP’s. Der immer wieder auftretende Leistungsverlust blieb. Der negative Höhepunkt dann im Rundkurs „Glück auf Brücke“, einem spektakulären Rundkurs mitten durch Zwickau mit Tunneldurchfahrt und „Monaco-Feeling“. Mehrmals starb der Motor ohne Vorankündigung während der Fahrt ab. Zeitverlust gegenüber der Konkurrenz: Mehr als zwei Minuten, Welten im modernen Rallyesport. Auch am zweiten Tag trotz aller Bemühungen der SG-Sport Mechaniker-Crew keine Besserung. Vierzehnte Zeit des Gesamtfeldes auf WP 7. Mit „angezogener Handbremse“. Unfreiwillig natürlich. Dann unmittelbar nach dem Start der folgenden 12,25 km Sprintprüfung „Kirchberg – Bärenwalde“ urplötzlich Ölgeruch und Rauchschwaden aus dem Motorraum. Das endgültige Aus. Schweren Herzens Motor abstellen, um Folgeschäden zu vermeiden. Reglementbedingt dürfen die Mechaniker außerhalb des zentralen Serviceplatzes nicht helfen. Erste Schnelldiagnose: Ölschlauch oder Dichtring defekt. Ärgerlich, denn ein Blick auf das Endergebnis zeigt deutlich, dass trotz der Schwierigkeiten mit der Motor-Elektronik eine Top-Ten Platzierung durchaus im Bereich des Möglichen lag. Eine genaue Fehler-Analyse in der SG-Sport Werkstatt steht auf der Team To-Do Liste natürlich ganz oben.
Zunächst aber volle Konzentration auf den nächsten Einsatz des SG-Sport Junior Teams Johannes Fürst/Ludwig Reisinger mit dem Subaru Boxer-Diesel im HJS Diesel Rallye Masters am kommenden Wochenende bei der Litermont Rallye.

Allerhöchste Priorität genießt aber im Moment der Einsatz des SG-Sport Junior Teams Johannes Fürst/Ludwig Reisinger (AMC Regen/ASC Tiefenbach) mit dem Subaru Boxer-Diesel im HJS Diesel Rallye Masters (HJS-DRM) am kommenden Wochenende bei der Litermont Rallye im Saarland. Vierzehn WP’s über insgesamt 126,1 Kilometer stehen im Bordbuch des 23-jährigen Schreiners und seines routinierten Beifahrers. Knapp 10 Prozent davon sind Schotterstraßen. Eine Spezialität des Niederbayerischen Rallye Top-Talentes. Anspruchsvoll auch die Asphaltstrecken. Beste Voraussetzungen also, um das Punktekonto im HJS-DRM, im ADAC Rallye Masters und im ADAC Rallye Junior-Cup weiter aufzustocken. Am Besten natürlich mit einem „Stockerlplatz“ oder einem Sieg. Der dem sympathischen SG-Sport Junior Team Johannes Fürst/Ludwig Reisinger und ihrem Subaru Boxer-Diesel jederzeit zuzutrauen ist. Wir drücken die Daumen.
Uli Kohl, Mai 2010