Pritzl/Kohl in Baden-Württemberg auf Gesamtrang 6
Nur die „Spätzle-Connection“, ein Porsche und ein Schweizer schneller
Nur zwei Wochen Pause zwischen der Thüringen Rallye und dem 4. Saisonlauf der Deutschen Rallye Serie rund um das schwäbische Geislingen an der Steige – wenig Zeit für das SG Sport Team den Gogeißl Subaru WRX STI gründlich durchzuchecken und auf die 111 Wertungsprüfungskilometer optimal vorzubereiten.
Das Ziel von Robert Pritzl (MSC Hohenwarth) und Christina Kohl (AMC Regen) war klar: Einen Platz unter den Top Ten der Gesamtwertung herausfahren und damit weitere wichtige Zähler für die DRS holen. Gleich vorab – das gelang ihnen bestens, als 6. der Gesamtwertung rollten sie am Samstagnachmittag über die Zielrampe.
Foto: SMF-Foto
Doch zuvor galt es, die 14 Sonderprüfungen schnell und fehlerfrei zu absolvieren. Wobei besonders Petrus mit absolutem Aprilwetter versuchte, die Karten ständig neu zu mischen und damit die perfekte Reifenwahl zum Glücksspiel gestaltete. Aber auch hier behielt die routinierte Crew von SG Sport den Überblick, der grüne Subaru war fast immer mit den passenden Pneus „besohlt“.
Der Rallyeauftakt ging bereits am Freitag über die Bühne, 3 WP’s standen im Bordbuch, beginnend mit dem 15,5 Kilometer langen Rundkurs „Stötten“. Robert und Christina ließen gleich hier mit der fünftschnellsten Zeit aller Teilnehmer aufhorchen und unterstrichen deutlich, dass sie mit Ambitionen ins „Ländle“ gereist waren. Es folgten zwei 6. Zeiten, als 6. Gesamt ging es dann auch in die Übernachtungspause.
Schwierige Phase dann unmittelbar nach dem Start am Samstag: Ein nicht vorhersehbarer, plötzlicher Regenguss setzte die Prüfungen „Oppingen 1 und 2“ unter Wasser, nervenstark und souverän gelangen trotzdem Prüfungsrang 10 und 14, der Zeitverlust auf die Spitze – die noch im trockenen agieren konnte – hielt sich in Grenzen. Der Rest des Tages: „Bussines as usual“, schnelles, konzentriertes und blitzsauberes Rallyefahren am Limit. Mit einem wie ein Präzisions-Uhrwerk laufenden Gogeißl Subaru WRX STI immer unter den ersten sieben der einzelnen Prüfungs Zeitenlisten, im Rundkurs „Reichenbach“ (WP 13) setzte das SG Sport Team sein persönliches Highlight mit der drittschnellsten Zeit. „Und das, obwohl die Strecken der Rallye Baden-Württemberg mit ihren vielen langen Geraden und Abzweigen alles andere als maßgeschneidert für unser Auto waren, dessen optimales Handling sich vor allem in mittelschnellen und schnellen Kurven optimal umsetzen lässt,“ so der Originalton aus dem Subaru Cockpit. Kein Wunder also, dass die „Spätzle-Connection“ mit Rainer Noller/Uwe Walz und Uli Kübler/Armin Seeger (beide Mitsubishi Lancer Evo, Rang 1 und 2) sowie Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (Subaru Impreza ATG, Platz 4) bei ihrer Heimrallye – mit jedem Meter Strecke bestens vertraut – tonangebend war. Einziger Missklang – aus Sicht der Lokalmatadoren – Schlussposition 3 der Zwickauer Maik Stölzel/Thomas Windisch im knapp 400 PS starken Porsche 911 GT3. Einziger leiser Missklang aus Sicht des SG Sport Teams: Die direkt vor ihnen platzierten starken Schweizer Urs und Cornelia Flum, die allerdings, wie objektive Zuschauer berichteten, den sichtbar PS-stärksten Mitsubishi an den Start brachten.

Foto: SMF-Foto
Unter dem Strich: Zufriedenheit mit Gesamtrang 6 sowie jeweils Platz 4 der Gruppe und Klasse beim SG Sport Team und seinen Förderern Autohaus Gogeißl, FFS Group und Tikay. In der DRS sind Robert und Christina aktuell 4. mit lediglich 2 Punkten Rückstand auf Rang 3 und weiterhin Kontakt zur Spitze. Der nächste „Pflichttermin“ ist die Wartburg Rallye (Eisenach) Ende Juli. Danach geht es zur „Kür“ mit den finalen, entscheidenden DRS Läufen AvD Niederbayern Rallye am 28. und 29. August – wo man fest mit der Unterstützung zahlreicher Fans rechnet – und Herbst Rallye Leiben in Österreich am 2. und 3. Oktober. Zum Saisonabschluss gibt es dann noch „freies Auffahren“ ohne taktische Zwänge bei der ADAC 3-Städte-Rallye.
Uli Kohl, Juli 2009











